Kappzäume

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Ein Kappzaum ist ein Multitalent bei der Arbeit und der Ausbildung von Pferden. Da der Kappzaum hauptsätzlich gebisslos wirkt, ist er sehr maulschonend und somit auch bei Verletzungen in der Maul Gegend ideal einsetzbar. Die Wirkung erfolgt überwiegend über den Nasenrücken und über das Genick. Dehnung und Längsbiegung des Pferdes lassen sich beim Longieren optimal fördern.

Eingesetzt wird ein Kappzaum vor allem beim Longieren. Aber auch bei der Arbeit mit der Doppellonge leistet er gute Hilfe. Wer bereits einen Fortgeschrittenen Trainingsgrad an der Hand erreicht hat, kann den Kappzaum auch für lösende und versammelnde Aufgaben an der Hand zur Hilfe nehmen. Somit kann eine gute, gebisslose Gymnastizierung des Pferdes erfolgen.

Auch beim Anreiten von jungen Pferden ist ein gut passender Kappzaum sehr hilfreich. Bis das junge Pferd gelernt hat ein Gebiss entspannt anzunehmen kann ein Kappzaum als Zwischenlösung sehr gut eingesetzt werden.

Da jedes Pferd individuell ist und auch individuell reagiert, sollte bei der Auswahl eines Kappzaums unbedingt darauf Rücksicht genommen werden. Es gibt viele verschiedene Kappzaum Varianten - dickes Leder, weich gepolstert, mit hartem Nasenteil, weiche Nasenteile aus Neporen und weitere. Hier ist es wichtig zu beobachten, wie das Pferd reagiert. Natürlich sollte der Kappzaum gut passen und nicht hin- und herrutschen, auf der anderen Seite aber nicht zu eng sein.

Wann passt ein Kappzaum?

Das Nasenteil sollte so zwei Finger breit unterhalb des Jochbeinknochens sitzen. Sitzt das Nasenteil zu hoch und damit zu nah am Jochbein drückt es hier auf empflindliche Punkte, an denen Gesichtsnerven austreten. Hier sind anatomisch geformte Kappzäume auch gut einsetzbar, welche diese Gesichtsnerven sehr gut umgehen. Ein zu tief sitzendes Nasenteil drückt auf den weichen Nasenknorpel und kann somit die Atmung des Pferdes erschweren.

Der Kappzaum darf auch nicht zu dicht an den Ohren liegen. In diesem Bereich befinden sich viele Akupunkturpunkte, welche empfindlich reagieren können.

Der Stirnriemen muss, ebenfalls wie bei einer Pferdetrense, weit genug sein und darf nicht drücken.

Wie wird ein Kappzaum verschnallt?

Zuerst sollte der Ganaschenriemen und anschließend der Nasenriemen verschnallt werden. Dieser vermindert den Druck auf das Genick. Zudem verhindert der Ganaschenriemen, dass die Backenstücke über die Augen rutschen. Dieser sollte stabil befestigt sein.

Der Nasenriemen selbst muss gut verschnallt werden um ein Rutschen des Nasenstücks zu verhindern.

Der Kehlriemen ist wie bei einer Pferdetrense so zu verschnallen, dass eine Faust zwischen Kehle und Riemen passt.

Sind alle Riemen verschnallt wird noch einmal überprüft, ob alles Optimal sitzt. Beim Longieren selbst sollte man unbedingt darauf achten, dass durch den Zug aufgrund der Longe das äußere Backenstück nicht über das Auge rutscht. Auch sollte ein Kauen des Pferdes immer noch möglich sein, da ansonsten der Unterkiefer nicht entspannen kann.

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